Coronavirus – COVID-19

Hoffnung wecken und stärken

Hoffnung wecken und stärken möchte die evangelische Kirchengemeinde Fürth mit einem Bibelwort, das nun in großen Buchstaben am Tor zum Aufgang zur Kirche hängt: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2 Timotheus 1,7)

Seit Pfingsten werden in der Kirche wieder Gottesdienste gefeiert. Sie sind anders, doch wir sind dankbar, dass wir uns am Sonntagmoorgen wieder zum Gottesdienst in unserer Kirche versammeln können. Doch noch immer werden viele Menschen durch die Coronakrise sehr belastet. So haben wir das Trostwort, das auch an der Decke unserer Kirche steht nach draußen geholt, so die Idee von Pfarrerin Nina Nicklas-Bergmann.“

Gerda Müller, die immer wieder für die Kirchengemeinde künstlerisch aktiv wird, hat die Idee gerne und schnell umgesetzt, und Kirchenvorsteher Walter Heinrich hat das Plakat angebracht, worüber sich auch Pfarrerin Denise Wenz freute. Alle Beteiligten hoffen, dass es seinen Zweck erfüllt und den Menschen in Fürth in dieser schwierigen Zeit Mut macht und Kraft gibt.

Foto: Peter Müller

Einkaufsdienst in Fürth

Engagierte Menschen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Fürth bieten einen Einkaufsdienst an. Dies richtet sich an Personen, die nicht Einkaufen können oder wollen und an Menschen, die Lust haben mitzumachen.

Dafür können Interessierte dienstags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr und donnerstags zwischen 14:00 und 16:00 Uhr unter folgender Telefonnummer 06253/2395403, bzw. unter folgender Email: lydia.ploch@ekhn.de und birgit.ruoff@ekhn.de Kontakt aufnehmen.

Gern können Sie sich in den angegebenen Zeiten oder per Mail melden, um einen Termin für ein seelsorgerliches/persönliches Gespräch zu vereinbaren, das telefonisch stattfinden wird.

Bleiben Sie gesund!

Ihre Lydia Ploch und Birgit Ruoff, Gemeindepädagoginnen

Links zu Angeboten während der Corona-Krise

Unter diesen Links finden Sie viele Angebote, die von zu Hause aus wahrgenommen können.
Klicken Sie doch einmal an und schauen Sie rein.

Die EKD lädt zum abendlichen Balkonsingen des Liedes „Der Mond ist aufgegangen“ um 19 Uhr ein.

Schön ist auch die Idee, um 19 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen, ein Licht der Hoffnung anzuzünden.

Mittagsgebet in Zeiten des Coronavirus

Gemeinsam Gottesdienst feiern können wir im Moment leider nicht, aber beten geht immer und überall und webt ein unsichtbares, aber stabiles Netz, schafft Verbindung unter uns, auch dann, wenn wir uns nicht sehen und treffen können.

So laden wir Sie ein, jeden Tag, wenn die Glocken um die Mittagszeit läuten, sich einen Moment Zeit zu nehmen für ein kurzes Gebet angesichts der Corona-Epidemie und der Auswirkungen, die sie auf uns alle hat.

Sie können einfach einen Moment innehalten, bewusst ein- und ausatmen und sich und Ihre Gedanken und Gefühle Gott überlassen.

Sie können vorformulierte Gebete verwenden (siehe unten), einfach ein Vaterunser sprechen oder selbstverständlich frei beten.

Unsere Gebete werden die Ausbreitung des Virus nicht aufhalten, aber uns stärken und dazu helfen, mutig und besonnen zu bleiben.

Bleiben Sie behütet!

Ihre Pfarrerin Nina Nicklas-Bergmann

Gebetstexte (Quelle: https://www.ekhn.de/service/massnahmen-gegen-corona.html)

Guter Gott, ich bitte dich darum,
dass mich keine Furcht überkommt.

Guter Gott, lass mich besonnen
und mit klarem Blick erkennen,
was ich hier und heute tun kann.

Guter Gott, lass mich gut für mich
und meine Lieben sorgen.

Guter Gott, zeige mir, wie ich
anderen Menschen helfen kann.

Amen

Jetzt in diesen Zeiten,
wo Ungewissheit uns umtreibt.
Vor dem Virus, das sich ausbreitet.

Guter Gott,
wir wollen daran denken,
dass du von Urzeiten her –
deine Hand über uns hältst.

Amen

(nach: Doris Joachim)

Gebet zu Psalm 34,8

Jetzt, mein Gott, täten Engel gut.
An unserer Seite und um uns herum.
Denn wir brauchen Mut.
Und Phantasie.
Und Zuversicht.
Darum: Sende deine Engel.

Zu den Kranken vor allem.

Stille

Und zu den Besorgten.

Stille

Sende deine Engel zu denen, die anderen zu Engeln werden:
Ärztinnen und Pfleger,
Rettungskräfte und Arzthelferinnen,
alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen.

Stille

Sende deine Engel zu den Verantwortlichen
in Gesundheitsämtern und Einrichtungen,
in Politik und Wirtschaft.

Stille

Und zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
auf der Suche nach Heilmitteln und Impfstoffen.

Stille


Sende deine Engel auch zu denen,
an die kaum jemand denkt – jetzt in der Zeit der Epidemie:
Die Menschen auf der Straße,
die Armen,
die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland
und im türkisch-griechischen Grenzgebiet.

Stille


Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut.
Du hast sie schon geschickt.
Sie sind ja da, um uns herum.
Hilf uns zu sehen, was trägt.
Was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet,
mit dir, mein Gott.
Denn das ist’s, was hilft und tröstet.
Jetzt und in Ewigkeit. Amen.

(von Doris Joachim)

Kinder und die Corona-Epidemie

„Hurra, wir haben Ferien!“ – das ist der erste Impuls der meisten Kinder, Schülerinnen und Schüler zumal freuen sich über die schulfreie Zeit, auch wenn sie natürlich zu Hause weiter lernen und Aufgaben erledigen müssen.

Aber auch an unseren Kindern geht die Aufregung um das Corona-Virus nicht spurlos vorbei. Sie spüren die Anspannung und Sorge, vielleicht auch Ängste der Erwachsenen. Wie gehen wir damit um? Wie begleiten wir unsere Kinder in dieser Zeit, in der wir selbst nicht genau wissen, was eigentlich auf uns zukommt?

Ich glaube, am besten gerecht werden wir ihnen, wenn wir offen und ehrlich mit ihnen sind: Wenn wir ihnen die Chance geben zu erzählen, was sie beschäftigt, ihnen zuhören und auf ihre Fragen so gut, wir es eben können, antworten. Wenn wir auch eigene Unsicherheiten benennen (die Kinder spüren sie sowieso) und ihnen dennoch das Gefühl geben, dass es keinen Grund zur Panik gibt: das Virus ist für Kinder (nach allem, was wir wissen) nicht gefährlich. Wir tun alles dafür, unsere Lieben (Oma, Opa, Urgroßeltern) zu schützen, und auch und gerade jetzt ist Gott da: Wir können miteinander beten und Gott sagen, was uns Angst und Sorge macht, wir können ihn um Kraft und Hilfe für uns, aber auch für die Menschen bitten, die krank sind, für die, die den Kranken beistehen – die Kinder haben sicher eigene Ideen. Vielleicht tut es auch gut, miteinander eine Kerze anzuzünden für diejenigen, an die wir denken, für die wir beten, oder auch für unsere eigene Unsicherheit. Meine Erfahrung ist, dass es nicht nur Kindern, sondern uns allen guttut und heilsam ist, abgeben zu können, was auf dem Herzen liegt. Und dass es guttut, auch etwas für andere zu tun: den Einkauf für ältere Menschen zu übernehmen, Botengänge wären ein Beispiel. Sicher haben Sie eigene Ideen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie gut durch diese nicht einfache Zeit kommen, im Vertrauen auf unseren Gott, von dem der Apostel Paulus schreibt:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. (2 Tim 1,7)

Und vielleicht ja bietet die Zwangspause auch die Gelegenheit, die Passions- und Osterzeit mit Ihren Kindern intensiver zu erleben. Einige Anregungen dazu finden Sie unten.

Mit allen guten Wünschen, auch von meiner Kollegin, Pfarrerin Denise Wenz,

Ihre Pfarrerin Nina Nicklas-Bergmann