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VORWORT |
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Vorwort Mai 2012
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Pfingsten - Ein Hauch von Gott
Liebe Leserin, lieber Leser!
Manchmal bekommen trübe Augen beim Anblick blühender Bäume einen neuen Glanz. Das Summen einer Biene kann überbeanspruchte Ohren wieder für leise Töne sensibel machen. Unter dem breiten Dach hoher Baumkronen wird das Rauschen des Windes auf einmal durchlässig für die Stimme Gottes selbst.
Paul Gerhardt fordert sich selbst und uns auf in seinem immer beliebten Lied: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud’ in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben.“ Wer den Hauch Gottes spüren möchte, der tut gut daran, ins Grüne aufzubrechen. Viele Kirchengemeinden feiern Gottesdienste im Grünen, auf Bergen, an Talhängen, an einem Teich oder in Parks.
Dieses Jahr feiern wir am Feiertag „Christi Himmelfahrt“ (17.Mai, 10 Uhr) einen ökumenischen Gottesdienst in den Steinbachwiesen. An diesem Tag wird dieses Fürther Naherholungsgebiet offiziell eröffnet. Ich freue mich, dass wir diesen hohen christlichen Feiertag mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Grünen begehen.
Unter freiem Himmel können auf einmal auch die Vögel, Blumen und Bäume zu Hinweisen auf den Schöpfer werden, der uns Menschen den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit und nicht den Geist der Furcht geben will.
Das hat Jesus ja bereits in der Bergpredigt zum Ausdruck gebracht, indem er auf das Vertrauen der Vögel unter dem Himmel und der Lilien auf dem Felde hinwies, die nicht säen und doch ernten, die nicht arbeiten und spinnen und doch herrliche Kleider tragen wie die Pfingstrosen.
Wer also irgendwie kann, versucht Pfingsten im Grünen zu verbringen. Wanderungen, Ausflüge, Radtouren oder einfach der Aufenthalt im Garten sind Ausdruck der Freude darüber, dass die Natur sich wieder die schönsten und reichsten Kleider und Farben zugelegt hat. Sie kann uns ganz tief bewegen und beleben. Manchmal spüren wir in der Berührung mit Blättern, Gräsern oder auch unmittelbar einen Hauch von Gott. So klein und zart die Anfänge sein mögen – sie können ein Aufbruch zu den Quellen und Geisteskräften unseres Lebens werden. Wir können sie uns nicht selbst geben oder machen. Aber wir brauchen sie.
O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.
Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium.*
Herzliche Grüße Ihr Pfarrer Andreas Kleeberg
*Evangelisches Gesangbuch Nr. 136, Str. 1 und 4
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