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MONATSSPRUCH |
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Monatsspruch Mai 2012
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Gottes ganze gute Schöpfung
"Darf man als Christ eigentlich...? Ist es erlaubt, dass...? Was sagt Gott dazu"? Fragen über Fragen. Paulus sagt dazu: "Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird."
Er nimmt damit Stellung zu einer Diskussion, die unter den ersten Christen entbrannt war: Wie verhalten sich Gott und die Welt zueinander, das Heilige und das Alltägliche? Nicht nur damals gab es eine lautstarke Gruppe unter den Gläubigen, die zwischen der göttlichen Erlösung durch Jesus Christus und der alltäglichen Welt einen dicken Trennungsstrich ziehen wollte. Bis heute behaupten manche: Das Heilige sei etwas Höheres, etwas Innerlich-Geistliches, was mit der normalen Welt nichts zu tun haben dürfe. Die Welt selbst sei schlecht und böse. Und aus dieser Sicht folgern sie: Wer an Gott glaube, müsse sich von allen weltlichen Genüssen so weit wie möglich fernhalten - ob nun in Bezug auf Sexualität, Essen oder Trinken.
Paulus argumentiert dagegen. Wo die skrupulösen Frömmler eine scharfe Trennungslinie ziehen wollen, schlägt er eine Brücke: Alles, was Menschen dankbar und mit ehrlichem Gewissen genießen können, ist gut, ja sogar heilig. Denn Gott, der allen Menschen das Heil anbietet in seinem Sohn Jesus Christus, ist derselbe Gott, der die Welt geschaffen hat. Damit wir in ihr leben, sie mitgestalten und auch unsere Freude daran haben. Gottes ganze gute Schöpfung steht uns offen. Da soll kein Christ einem anderen ins Bierglas spucken!
(Reinhard Ellsel - Grafik Reichert) (Quelle: Gemeindebrief - Magazin für Öffentlichkeitsarbeit)
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