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01.11.2009 Neuer Kirchenvorstand
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28.02.2010 Verabschiedung Pfarrerin D. Wenz
03.10.2010 Erntedank-Gemeindefest
30.10.2010 Konzert zum Reformationstag
19.06.2011 Verabschiedung Norman Leigh

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Neuer Kirchenvorstand

Neuer Kirchenvorstand Fürth feierlich in sein Amt eingeführt

Am Sonntag, dem 1. November 2009, wurden die neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher in einem Festgottesdienst feierlich in ihr Amt eingeführt. Sie waren am 21. Juni gewählt worden und leiten die Kirchengemeinde für die nächsten 6 Jahre. Neben Pfarrer Andreas Kleeberg und Pfarrerin Denise Wenz gehören folgende 8 Frauen und 4 Männer dem Leitungsgremium der Evangelischen Kirchengemeinde Fürth an:

- Brigitte Brendel (Fürth)
- Hannelore Krieger (Fürth)
- Anita Gerbig (Fürth)
- Christine Wagner (Fürth)
- Heinrich Braun (Fahrenbach)
- Friedrich Butscher (Lörzenbach)
- Walter Heinrich (Lörzenbach)
- Gisela Schäfer (Lörzenbach)
- Irmtraud Walter (Lörzenbach)
- Elisabeth Hillar (Krumbach)
- Adam Schmitt (Krumbach)
- Inge Fleischmann (Steinbach)

Drei ehemalige Kirchenvorstandsmitglieder wurden zur Ehrenkirchenvorsteherin bzw. Ehrenkirchenvorstehern ernannt:

- Wolfgang Sachtleben
- Philipp Steinmann
- Hannelore Eisenhauer

Sie haben sich über viele Wahlperioden ehrenamtlich für die Kirchengemeinde eingesetzt.
Ein besonderer Dank galt auch 3 Kandidatinnen und Kandidaten, die nicht gewählt worden waren, da von 15 Kandidaten gemäß der Kirchenordnung nur 12 gewählt werden konnten. Pfarrer Kleeberg sprach die Hoffnung aus, dass sie die Chance ergreifen, sich zwar nicht im Leitungsgremium, aber in anderen wichtigen Aufgaben zu engagieren, die der Kirchengemeinde heute gestellt sind.

Der Evangelische Kirchenchor unter Leitung von Gerda Müller,
der Evangelische Posaunenchor unter Leitung von Gerd Drenger und an der Orgel Jens Hebenstreit trugen durch ihre musikalische Mitgestaltung zum festlichen Charakter des Gottesdienstes zu Beginn der Amtszeit des neuen Kirchenvorstandes wesentlich bei.

(Text: AK - Bilder: PM)




 

Auf dem Weg zum Festgottesdienst




 

Alter und neuer Kirchenvorstand vor dem Gottesdienst




 

Wolfgang Sachtleben bei seiner Abschiedsrede




 

Ausscheidende KV-Mitglieder beim Gebet




 

Ernennung dreier verdienter Mitglieder zu Ehrenmitgliedern des Kirchenvorstandes




 

Neuer Kirchenvorstand nach der Amtseinführung, es fehlt Heinrich Braun




 

Nachfolgend können Sie die Predigt von Pfarrer Andreas Kleeberg zur Amtseinführung des neuen Kirchenvorstandes lesen.

Einführung des neuen Kirchenvorstandes am 1.11.2009
Predigt über 1. Korinther 12, 4-6; Pfarrer Andreas Kleeberg

"Es waren zwei Mönche, die lasen miteinander in einem alten Buch, am Ende der Welt gebe es einen Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren. Sie beschlossen, ihn zu suchen und nicht umzukehren, bevor sie ihn gefunden hätten.
Sie durchwanderten die Welt, bestanden zahlreiche Gefahren, erlitten alle Entbehrungen, die eine Wanderung durch die ganze Welt fordert, und alle Versuchungen, die einen Menschen von seinem Ziel abbringen können. Eine Tür sei dort, so hatten sie gelesen, man brauche nur anzuklopfen und befinde sich bei Gott. Schließlich fanden sie, was sie suchten. Sie klopften an die Tür, bebenden Herzens sahen sie, wie sie sich öffnete, und als sie eintraten, standen sie zu Hause in ihrer Klosterzelle. Da begriffen sie: Der Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren, befindet sich auf dieser Erde an der Stelle, die uns Gott zugewiesen hat."

(aus: W. Hoffsümmer, Kurzgeschichten 1, Mainz 71985, S. 139f.)

Vielleicht kennen Sie diese Geschichte, liebe Gemeinde. Mir jedenfalls ist sie seit langer Zeit vertraut. Ich weiß gar nicht, wann und wo ich sie das erste Mal gehört habe. Egal. Ich habe sie heute ausgewählt, weil sie nach wie vor eine tiefe Wahrheit in sich birgt und sie außerdem zum Kirchenvorstand passt; weil er genau an dem Ort, wo er lebt, bezeugt, dass Himmel und Erde einander berühren. Dass Gott und Mensch einander so nahe gekommen sind durch Jesus Christus, der in Person die Wahrheit dieser Behauptung ist: Das Himmelreich ist mitten unter euch.

Wir Menschen sind auf der Suche, immer wieder, häufig ein Leben lang. Angetrieben von einer Sehnsucht suchen wir nach Glück, nach Liebe, nach Anerkennung, nach Gott... Wie die beiden Mönche machen wir uns auf, und nehmen dabei so einiges in Kauf: den ein- oder anderen Umweg, eventuell auch enorme Investitionen, um schließlich ans Ziel zu gelangen.

Die beiden Mönche erreichen tatsächlich ihr Ziel. Das alte Buch hatte Recht. Für uns als Christen ist es die Heilige Schrift.
Die Klosterbrüder finden den Ort, an dem sich Himmel und Erde berühren. Kurz vor dem Ziel werden sie sichtlich aufgeregt, ihr Herz rast, und sie sind äußerst nervös.
Was werden sie sehen, wenn die Tür sich öffnet?
Ob ihre Erwartungen erfüllt werden?
Am Ende der Geschichte steht eine Überraschung:
Etwas völlig Unerwartetes geschieht. Der Ort, wo Himmel und Erde sich berühren, ist nicht, wie die beiden vielleicht erwartet haben mögen,
ein glitzerndes Etwas, ein überwältigendes, prunkvolles Schloss,
es ist weder eine herrliche Stadt, noch ein Schlaraffenland.

Der Ort ihrer Träume befindet sich auch nicht in weiter Ferne, nicht irgendwo im Jenseits. Sondern der Ort, wo Himmel und Erde sich berühren, ist der Ausgangspunkt ihrer Reise: ihre vertraute Umgebung, ihre heimatliche Klosterzelle. Ob die beiden Mönche enttäuscht, oder erleichtert waren? Wir wissen es nicht.
Aber darauf kommt es wohl auch nicht an. Wichtig ist, dass die beiden Mönche um einiges klüger geworden sind, dass ihnen die Augen geöffnet wurden, und sie nunmehr Erkennende sind:

„Der Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren, befindet sich auf dieser Erde an der Stelle, die uns Gott zugewiesen hat.“

Die neu gewählten Kirchenvorstände in den 34 Gemeinden des Evangelischen Dekanats Bergstraße wurden gestern, am Samstag, dem 31. Oktober, oder werden heute am Sonntag in ihr Amt eingeführt.
Im Evangelischen Dekanat Bergstraße waren am 21. Juni dieses Jahres
365 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher gewählt worden.
Davon sind 140 erstmals Mitglied im obersten Leitungsgremium ihrer Gemeinde. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.

Die Einführung ist bewusst auf das Wochenende des Reformationstages gelegt worden. Es ist praktizierte Demokratie in der evangelischen Kirche, dass gewählte Gemeindemitglieder die Geschicke der Gemeinde bestimmen. Die Amtseinführung am Wochenende ist ein Zeichen dafür, dass Reformation und Mitbestimmung zusammengehören."
(Dekanin Ulrike Scherf).



Ja, kaum zu glauben! Schon wieder sind sechs Jahre um!
Sechs Jahre lang hat der amtierende Kirchenvorstand die Gemeinde engagiert und verantwortungsvoll geleitet. Mit dem Ende der Amtsperiode werden einige langjährige Mitglieder ausscheiden, dafür kommen neue dazu – hoch motiviert und mit frischen Ideen.

5 Männer und Frauen werden dem neuen Kirchenvorstand nicht mehr angehören. Aber wir haben auch 5 richtig neue.
Welche Gründe es für das Ausscheiden auch immer geben mag - Sie haben als Kirchenvorsteherin oder Kirchenvorsteher unserer Kirche viele Jahre,
ja Jahrzehnte gedient.
Und dafür danke ich Ihnen / Euch sehr herzlich!
Habt Dank für alles, was Ihr in diesen Jahren an Zeit und Kraft, an Mühe und Einfallsreichtum für den Dienst eingesetzt habt!
Es ist nicht vergeblich gewesen!!

Wie Sie und all die anderen, auch die, die weitermachen, die zurückliegende Arbeit auch beurteilen werden, was Sie gerne anders entschieden hätten, so gilt doch:

Sie haben als Mitglieder des Kirchenvorstandes entscheidend mitgeholfen, den Weg Gottes zu den Menschen mitzugehen:
im Gottesdienst, in christlicher Lebensgestaltung, in Diakonie und Eine-Welt-Arbeit und vielen einzelnen Initiativen, die eine lebendige Gemeinde bilden. Vielen Menschen haben Sie so geholfen, der Gemeinde und ihren Aufgaben die Treue zu halten.
Gewiss haben Sie mehr Menschen zum Glauben, Lieben und Hoffen ermutigt, als Ihnen selber bewusst sein mag!



In der Bibel begegnet uns dieses Wort des Apostels Paulus,
in 1. Korinther 12, 4-6:

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.

Was heißt das?

Martin Luther hat das kurz und bündig ausgedrückt in seiner Sprache,
in der er -wie es heißt- dem Volk aufs Maul geschaut hat:

Verschieden sind die Glieder an einem Leib, von denen keines das andere entbehren kann. Eins dient dem anderen.
Wenn die Augen nicht sehen - wo wollten die Füße hingehen ? Wie würden sie sich stoßen!
Wenn die Hände nicht zugriffen - wie wollte man essen?
Wenn die Füße nicht gingen - wo sollten' s die Hände hernehmen?
Der faule Wanst liegt mitten im Leib, lässt sich mästen wie eine Sau -
wenn ihm die Hände nichts reichen wollten, so würde der Leib bald
Not leiden."

Dass wir uns wie Teile an einem Körper erkennen, liebe Gemeinde und lieber Kirchenvorstand,
dass diese Teile aufeinander angewiesen sind,
dass ein schwaches Teil nicht übergangen wird,
dass die Starken gestärkt werden und so Schwachen aufhelfen können.

Das wünsche ich uns für den Kirchenvorstand, das wünsche ich uns für die ganze Gemeinde und dass wir so in Zukunft eine
einladende Gemeinde sind und immer mehr werden.

In vielen Bereichen unserer Gesellschaft bläst der Wind der Kirche ins Gesicht. Wir leben in Auseinandersetzung mit den Strömungen des parteipolitischen und wirtschaftlichen Zeitgeistes, wir müssen unser Gemeindeleben mit immer weniger Finanzmitteln gestalten. Da ist das Dasein als Kirchenvorsteherin oder Kirchenvorsteher nicht immer so einfach. Man braucht Mut und einen langen Atem, um zu bezeugen, wes Geistes Kind wir sind.
Man muss zu sich selber stehen, zu seinem Glauben und zu seiner Kirchengemeinde. Aber ich sage Ihnen auch, liebe Neue, diese Aufgabe ist trotz mancher Widrigkeiten etwas sehr Schönes! Vor allem dann, wenn wir sie gemeinsam anpacken, wenn sich immer wieder Gemeindeglieder finden, die mitziehen und die diese Evangelische Kirche Fürth mitgestalten.

Fördern wir uns dabei gegenseitig durch Lob und durch positive Kritik,
die etwas aufbauen will. Machen wir uns gegenseitig Mut, vielleicht auch manche Ansprüche abzubauen. Holen wir möglichst viele mit ins Boot und verlieren wir das Ziel nie aus den Augen:

Es ist ein Herr.
Und es sind verschiedene Kräfte;
aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.

Ein Leben im Hier und Jetzt - unser Sein auf dieser Erde, es kann ein Stück Himmel werden, wenn wir erkennen, was zählt. Wenn wir erkennen, wer Gott ist, wer wir sind und wo unser Platz in dieser Welt ist.
Ein Leben im Hier und Jetzt – kann ein Stück Himmel sein, wenn wir Freude an Gerechtigkeit haben und Armut uns nicht kalt lässt.
Herzlichen Dank an alle, die bereit sind, im neuen Kirchenvorstand diese Verantwortung hier an unserem Ort in unserer Gemeinde zu übernehmen.
Herzlichen Dank an alle, die bezeugen wollen, wie freundlich der Herr ist.

Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben
noch fernerhin bis an das End;
ach laß uns nicht die Schätze rauben:
dein heilig Wort und Sakrament.
Erfüll die Herzen deiner Christen
mit Gnade, Segen, Fried und Freud,
durch Liebesfeu'r sie auszurüsten
zur ungefärbten Einigkeit. Amen
. (Evang. Gesangbuch Nr. 250, 5)




 

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